Grundel-Behausung

Hier möchte ich Euch erzählen, was in Momenten der Langeweile so alles passiert.

Zur kurzen Problematik (wenn man es so nennen kann)...
Aktuell halte ich wieder ein schönes Grundelpärchen. Diese doch sehr hilfreichen und fleißigen Tiere können aber auch ganz schön nerven.
Bevor ich die Tiere gekauft habe, habe ich mich natürlich über Eigenschaften und Eigenarten reichlich informiert.
So weit so gut.
Baggern fleißig und steigen mit der Ware nicht wirklich weit auf. So, dass wenig Probleme mit auf dem Boden lebenden Korallen entstehen.
Das ist auch so....

Aber natürlich möchten diese Fische auch ein entsprechendes Einfamilienhaus beziehen.
Auch noch kein Problem...
Denn die Behausung wird frei nach Schnauze ausgesucht und sehr schnell und eifrig erbaut.
Da ich mit der Stelle nicht ganz einverstanden war, habe ich den Tieren eine Höhle aus Riffgestein zur Verfügung gestellt, die auch taggleich bezogen wurde.
Aufgrund unterschiedlicher Geschmäcker wurde diese Höhle dann von mir mit ein paar Korallen besetzt und von Innen durch die Fische grundsaniert.
Als dann die Außenanlage an der Reihe war, stießen unsere Meinungen wieder aneinander.
So wurde das umliegende Gelände umdekoriert.
Doch relativ hohe Berge wurden noch auf die Höhle geschüttet, wodurch ich regelmäßig die dort fixierten Korallen von Bodengrund befreien und sogar komplett ausgraben musste.

Der Standort der Behausung ist auf den folgenden Bildern mit einem Kreis markiert.
Der Eingang mit einem Pfeil.


Die Vorstellung von einer mit Krusten bewachsenen Höhle, ließ mir keine Ruhe.
Daher habe ich aus Riffmörtel und Bodengrund eine Grundelbehausung gebastelt.


Mein Gedanke war.....Da dieses Gebilde licht und blickdicht ist, wird weniger Bodengrund aufgeschüttet.
Leider hatten die beiden Grundel andere Pläne. Die Höhle wurde sofort bezogen und (dummerweise) mit Bodengrund um mindestens zwei Etagen erhöht.
Natürlich wurden die Krusten wieder begraben.


Nachdem ich die Tiere ein wenig beobachtet habe, konnte ich erkennen, dass nicht die Höhle aufgeschüttet wird, sondern der Eingang.
Leider wurde jegliches Material aus dem Eingangsbereich entfernt und wieder auf die Krusten geschmissen.

So habe ich versucht, den Eingang ein wenig von der eigentlichen Behausung zu entfernen.
Hier wurde mit einem PVC-Rohr, Harz und etwas Bodengrund für Abhilfe gesorgt.



Durch Verlegung des Einganges erhoffte ich mir eine Verbesserung der Baggeraktivitäten.
Leider wurde ich eines Besseren belehrt.
Ich denke, dass die Tiere naturgemäß ihre Behausung immer wieder mit Sand überhäufen, um mögliche Schwachstellen gar nicht erst entstehen zu lassen.
Also wurde der verlängerte Eingang wieder entfernt.....

ABER.....Nach ca. 2 Wochen haben die Beiden wohl verstanden, dass die Höhle keinerlei Schwachstellen hat und nicht nachrutschen kann.
Denn von heute auf morgen konnten wir uns bei der Dachgestaltung einigen. Zu beider Seiten Zufriedenheit.
Ab diesem Zeitpunkt war lediglich der Eingang betroffen. Dieser wurde abends zur Bettruhe zugeschüttet und morgen wieder geöffnet.


Nachdem ich dieses Verhalten ein paar Wochen beobachtet habe, wurde die Dach-Begrünung mit einer Favia vorgenommen.
Bis heute ohne weitere Probleme oder Ausfälle.

Vielleicht gibt es ja noch jemanden von Euch, der mit der Behausung seiner Grundeln nicht ganz zufrieden ist.

Fazit:
Eine künstlich (wenn man es so nennen mag) erstellte, mit Korallen besetzte Behausung funktioniert nun seit mehreren Monaten einwandfrei und fällt optisch weniger auf.
Endlich kann auf einen Steinhaufen verzichtet werden!!!!